Handyfasten

Das Handy ist nicht das Problem, sondern der falsche Umgang damit! Machen Sie mit beim Handyfasten!

Das Problem

  • Problematische Handynutzung zeigt sich unter anderem in Aussagen wie: „… ich weiß, dass ich aufhören soll …, aber ich höre nicht auf“ oder „Ich habe das Handy noch nie ausgeschaltet.“
  • Einige Jugendliche berichten von 13 bis 18 Stunden Bildschirmzeit pro Tag.
  • Von Sucht spricht man, wenn der Konsum nicht mehr kontrolliert werden kann.

Das Experiment: 21 Tage ohne Smartphone

Das Handyexperiment begann 2025 an einer Schule in Gänserndorf in Österreich. Im Mai 2026 wurde es im Rahmen von "doc 1" des ORF in größerem Umfang wiederholt und wissenschaftlich durch das Anton-Proksch-Institut in Wien begleitet. Rund 72.000 Schülerinnen und Schüler aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Südtirol meldeten sich an. Die Auswertung zeigt deutliche Verbesserungen bei Schlaf, Wohlbefinden und psychischer Gesundheit.

Weitere Informationen und die ORF-Dokumentation finden Sie unter:

https://www.handyexperiment.at/

Machen Sie mit beim Handyfasten

Wie verändert sich der (Schul)Alltag, wenn das Smartphone und Social Media für drei Wochen bewusst pausieren?

Der Verein Praktisches Lernen und Schule möchte auch in Berlin weitere Schulen dazu ermutigen, dieses Experiment durchzuführen. An dem genannten „Dok 1“-Experiment nahm bereits eine Schule in Berlin teil, die Evangelische Schule in Köpenick.

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/03/berlin-koepenick-schule-handy-verzicht-experiment.html

Informationen

Wenn Sie das Handyfasten im zweiten Schulhalbjahr 2026/2027 an Ihrer Schule umsetzen und dabei Unterstützung haben möchten, schreiben Sie an: 

plusinfo@plus-berlin.de  

Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Schule und den Jahrgang der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler an. 

Eine Informationsveranstaltung zur Durchführung findet am 11.11.2026, vormittags, statt, zu der wir Sie gerne einladen, u.a. werden Schülerinnen und Schüler der evangelischen Schule Köpenick  über ihre Erfahrungen mit dem Projekt berichten.

 

 

Warum  Handyfasten?

Der freiwillige Verzicht auf Social Media über 21 Tage im Rahmen eines dreiwöchigen Handyfastens an Berliner Schulen der Klassen 5 bis 10 ist pädagogisch sinnvoll, weil er Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gibt, ihr eigenes Medienverhalten bewusst wahrzunehmen und zu reflektieren. Gerade soziale Netzwerke wie TikTok, Instagram oder Snapchat prägen den Alltag vieler Kinder und Jugendlicher stark: Sie beeinflussen Kommunikation, Freizeitgestaltung, Konzentration und oft auch das Selbstbild. Ein zeitlich begrenzter, freiwilliger Verzicht schafft die Chance, Gewohnheiten zu unterbrechen, neue Erfahrungen zu machen und den Blick wieder stärker auf direkte soziale Kontakte, Schule, Bewegung und Erholung zu richten. Bezug genommen werden kann dabei auf das ORF-Format „Dok 1: Drei Wochen Handy-Entzug – Das Experiment“ sowie auf die wissenschaftliche Auswertung durch das Anton Proksch Institut und die Sigmund Freud PrivatUniversität Wien. Dort wurde deutlich, dass ein dreiwöchiger Verzicht auf Smartphone-Nutzung und soziale Medien bei Jugendlichen spürbare positive Effekte haben kann.

Die Ergebnisse des Experiments sprechen für eine solche Maßnahme: Das psychische Wohlbefinden der Teilnehmenden stieg deutlich an, depressive Symptome nahmen ab, und ein Teil der Jugendlichen reduzierte seine Bildschirmzeit auch nach dem Experiment nachhaltig. Gleichzeitig berichteten viele Schülerinnen und Schüler besonders in der ersten Woche von Unruhe, Gereiztheit, Schlafproblemen oder dem Gefühl, ständig auf Benachrichtigungen warten zu müssen. Gerade diese Reaktionen zeigen, wie stark soziale Medien bereits in den Alltag junger Menschen eingreifen. Ein begleiteter Verzicht im schulischen Rahmen kann deshalb helfen, Abhängigkeitstendenzen frühzeitig zu erkennen und einen gesünderen, selbstbestimmteren Umgang mit digitalen Medien einzuüben.

Für Berliner Schulen bietet ein solches Handyfasten zudem die Möglichkeit, Medienbildung nicht nur theoretisch, sondern praktisch erfahrbar zu machen durch praktisches Lernen. Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klassen befinden sich in einer Entwicklungsphase, in der soziale Zugehörigkeit, Anerkennung und digitale Kommunikation besonders wichtig sind. Gerade deshalb ist es sinnvoll, ihnen einen geschützten Rahmen anzubieten, in dem sie erfahren können, dass Gemeinschaft, Unterhaltung und Austausch auch ohne dauernde Präsenz in sozialen Netzwerken möglich sind. Ein freiwilliger Social-Media-Verzicht stärkt Selbstkontrolle, Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit, Langeweile auszuhalten und kreativ zu nutzen. Gleichzeitig setzt die Schule damit ein Zeichen für Gesundheitsschutz, Prävention und verantwortungsbewusste Mediennutzung. 

Insgesamt ist der 21-tägige freiwillige Verzicht auf Social Media im Rahmen eines dreiwöchigen Handyfastens eine zeitgemäße und begründbare schulische Maßnahme. Er verbindet Prävention, Persönlichkeitsentwicklung und Medienbildung miteinander und orientiert sich an Erfahrungen, die im Umfeld des ORF-„Dok 1“-Handyexperiments bereits überzeugend in Schulen in Österreich, Schweiz, Deutschland, Südtirol durchgeführt und dokumentiert wurden. Schlußendlich ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern durch praktisches Lernen einen kritischen und somit selbstbestimmten Umgang mit dem Handy, 

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